Zur Taufe im Allgemeinen:

 

Warum wird getauft?

 
  Die Taufe symbolisiert: Gott hat diesen Menschen schon immer gewollt und akzeptiert ihn wie er ist. Das wichtigste Element der Taufe war und ist bis heute das Wasser. Es symbolisiert Lebensgefahr ebenso wie Lebenskraft und Frische. Wir feiern in der Öffentlichkeit des Gottesdienstes.
Taufe ist somit auch eine Art Begrüßung. Zwar kann sich ein Kind oft nicht an die eigene Taufe erinnern, dennoch kommt für die Eltern zum Ausdruck, dass Gott es gut mit uns meint, schon lange bevor wir Menschen das selber im Glauben nachvollziehen können.
Mit dem Wasserzeichen der Taufe machen Eltern sich also auch klar, dass ihr Kind ein Geschenk Gottes ist. Durch die Taufe wird es zu Gottes Kind - und die Eltern haben nicht das alleinige Verfügungsrecht über sein Leben - das Kind ist nur Gast im Leben der Eltern. Gott hat es zu einer eigenen Person gemacht. In ihm verbergen sich Fähigkeiten und Gaben, von denen wir jetzt noch nichts ahnen.
Taufbecken in der Christuskirche  
 

Die Taufe ist ein alter Brauch, den es auch schon vor dem Christentum gab. Im Matthäus-Evangelium gibt Jesus den Auftrag an seine Jünger zu taufen:


Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. (Matthäus 28,18-20)

Daraus leitet sich die Taufpraxis der Kirche ab. Sie ist eines der beiden evangelischen Sakramente, das bedeutet: wir erwarten Gottes besondere Anwesenheit, wenn wir taufen. Die Taufe wird nur einmal vollzogen und wird von anderen Kirchen in der Regel anerkannt (wenn sie Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen sind).
 
 

Wie wird die Tauffeier vorbereitet?

 
  Als erstes vereinbaren Sie im Pfarramt (Tel. 09932 - 1652) einen Tauftermin. Sie erhalten dann die Unterlagen zur Taufe mit einem Anmeldeformular. Sie suchen Paten und suchen sich eventuell einen Taufspruch für das Kind aus.
Etwa vierzehn Tage vor der Taufe führt der Pfarrer ein Taufgespräch - wenn möglich mit Paten - , bei dem die Taufe vorbereitet wird und Sie alle Fragen stellen können. Dabei wird der Gottesdienst im Einzelnen besprochen und Ihre Beteiligung daran vereinbart.
 
 

Wann wird in der Christuskirche getauft?

 
  Getauft wird in der Regel im Sonntagsgottesdienst um 9.30 Uhr. Denn die Kinder werden mit der Taufe in die Gemeinde aufgenommen. Gelegentlich bieten wir auch Taufen im Familiengottesdienst, sowie an den Festsonntagen im Kirchenjahr an.  
 

In welchem Alter sollen Kinder getauft werden?

 
  Die Taufe im Säuglingsalter ist weit verbreitet. Doch gibt es in unserer Kirche auch Taufen zu anderen Zeitpunkten, zum Beispiel als Erwachsener. Für jeden Zeitpunkt gibt es gute Gründe.
Bei der Säuglingstaufe wird besonders deutlich, dass Gott uns im Wunder der Geburt das Leben schenkt und sein Segen für das Leben des neuen Erdenbürgers gilt.
Bei der Taufe im Kindes- und Jugendalter kann sich ein Mensch an das Ereignis der eigenen Taufe erinnern und Gottes Zusage so in seiner Lebensgeschichte entdecken (hier bietet sich vor allem die Konfirmandenzeit an).
Bei der Taufe im Erwachsenenalter steht die persönliche Entscheidung im Vordergrund und das eigene Glaubensbekenntnis, das Jugendliche sonst mit der Konfirmation nachholen (Dazu finden einmal im Jahr Glaubenskurse statt. (Siehe auch Konfirmation Erwachsener).
 
 

Wo melde ich eine Taufe an?

 
  Die Taufe wird im Pfarrbüro angemeldet. Unsere Sekretärin heißt Frau Johanna Kurz. Sie arbeitet am Mittwoch und Donnerstag Nachmittag (13.30 - 15.30 Uhr). Aber auch zu jeder anderen Zeit können Sie tagsüber im Pfarramt anrufen. Bitte beachten Sie, dass Sie uns Patenscheine, Taufspruch und Geburtsurkunde zukommen lassen.  
 

Welche Unterlagen werden zur Taufe gebraucht?

 
  Die Paten brauchen eine Bescheinigung, dass sie Kirchenmitglied sind und konfirmiert wurden und so das Recht haben, ein Patenamt zu übernehmen. Das zuständige Pfarramt (meist das Wohnsitzpfarramt) stellt dafür einen Patenschein aus (in der katholischen Kirche wird ein Taufzeugnis vom Taufpfarramt ausgestellt).
Für den Täufling geben Sie bitte die Geburtsurkunde "für religiöse Zwecke" ab.
 
 

Was ist eine Nottaufe?

 
  Grundsätzlich darf jeder konfirmierte Christ im Notfall auch selbst taufen. Ein Notfall liegt dann vor, wenn befürchtet werden muss, dass der Täufling nicht solange lebt, bis ein Pfarrer ihn erreichen kann. In solchen Fällen gilt eine Taufe, wenn er dreimal mit Wasser getauft wird und dazu gesagt wird:
"Ich taufe Dich auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes".
Wünschenswert ist natürlich, dass auch ein Gebet gesprochen oder ein Lied gesungen wird. Ist ein Gesangbuch zur Hand, dann findet man darin auch ein kurzes Kapitel zur Nottaufe (Seite 1388 / Nr. 810) und man kann die Zeremonie daraus vorlesen.
In jedem Falle muss die Nottaufe anschließend dem zuständigen Pfarramt angezeigt werden, damit sie in die Taufregister eingetragen wird und nicht versehentlich eine Wiedertaufe stattfindet.
 
 

 


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