Konfirmandenzeit und Konfirmation

  Wir sprechen bewusst von Konfirmandenzeit, zu der wir unsere Jugendlichen in der Gemeinde einladen. Die Rede vom Konfirmandenunterricht weckt zu viele Assoziationen, die in den Bereich der Schule verweisen. Die Konfirmandenzeit verstehen wir als Vorbereitung auf die Konfirmation. Dabei gilt: "Der Weg ist das Ziel."

Die Konfirmation ist das Fest, mit dem diese eineinhalb Jahre gemeinsamen Lernens abgeschlossen werden. Im ersten Jahr nennen sich die Jugendlichen "Präparanden" (von lateinisch: praeparare = vorbereiten) und im zweiten Jahr, wenn die "Neuen" beginnen, "Konfirmanden" (von lateinisch: confirmare = festigen, bekräftigen).

Unser Konfirmationsaltar  
 

Zeitlicher Rahmen:

 
  Die Konfirmandenzeit in unseren Gemeinden dauert 1 1/2 Jahre. Wir beginnen am Erntedankfest (Treffen nach dem Gottesdienst). Die Eltern werden gebeten, ihre Kinder dann anzumelden. Hierzu sollte das Stammbuch bzw. Taufurkunde mitgebracht werden, da wir das genaue Taufdatum für den Eintrag in die Kirchenbücher benötigen. Falls noch keine Taufe stattgefunden hat, kann dies im Laufe der Konfirmandenzeit nachgeholt werden. Die Konfirmandenstunde findet regelmäßig (außer in den Ferien) jeden Mittwoch statt.  
 


Themen und Struktur:

 
  Während der Konfirmandenzeit ist für uns die Beschäftigung mit den Inhalten und der Praxis des christlichen Glaubens wichtig. Zu den Inhalten gehören
1. Der Glaube an Gott
2. Jesus und seine Botschaft
3. Die Gemeinschaft der Christen.

Zur Praxis gehört es, das eine und andere einzuüben:

1. Taufe und Abendmahl
2. Gottesdienst
3. Aufgaben in der Kirche übernehmen
4. Als Christ in dieser Welt zu leben.
 
 


Was von den Konfirmandinnen und Konfirmanden verlangt wird:

Selbstverständlich gehört es auch immer noch dazu, das eine oder andere auswendig zu lernen. Es ist die Grundtexte christlicher Gemeinde. Unter anderem:

  • Regelmäßig wiederkehrende Texte aus dem Gottesdienst
  • Vater Unser
  • Glaubensbekenntnis
  • 10 Gebote
  • Psalm 23
  • Einsetzungsworte zum Abendmahl
  • Taufgebot
  • Grundwissen zur Bibel
Prozessionskreuz  
 

Von den Buben und Mädchen wird in der Konfirmandenzeit erwartet, dass sie

  • sich einlassen auf die Inhalte und die Praxis des christlichen Glaubens
  • ernsthaft mitarbeiten mit dem Ziel, Entdeckungen zu machen und so viel wie möglich über den christlichen Glauben und wie er gelebt wird zu lernen
  • andere zu Wort kommen lassen, aufeinander hören, mitdenken und mitreden
  • regelmäßig an Gottesdiensten teilnehmen (jeden 2. Sonntag, sowie an den großen Festen wie Weihnachten, Ostern, Pfingsten usw.)
  • Außerdem ist die Teilnahme an der Rüstzeit verbindlich. Die Rüstzeit gehört zum Pflichtprogramm der Konfirmandenzeit. Ausnahmen sind nur in begründeten Fällen (z.B. bei Krankheit) möglich.
  • Es wird der Vorstellungsgottesdienst vorbereitet, an dem ebenfalls alle Jugendlichen eines Jahrgangs mitwirken.
Elternabende begleiten die Konfirmandenzeit.
 
 


Konfirmation als Erwachsener

 
  Voraussetzung für die Übernahme verschiedener Ämter (wie das Patenamt) und der Zugang zum Abendmahl ist die Konfirmation. Auch sollten die Eltern getauft und konfirmiert sein, wenn sie ihr Kind zu Taufe und Konfirmation anmelden.
Die Taufe von Jugendlichen (über 14 Jahre) und Erwachsenen beinhaltet bereits eine Konfirmation und braucht deshalb in diesem Fall nicht nachgeholt werden.
Unsere Gemeinde bietet einmal im Jahr Glaubenskurse für Erwachsene an Abenden oder Samstag Nachmittagen an, die zu einer Taufe bzw. Konfirmation führen können. Unsere Nachbargemeinden Hengersberg, Plattling und Deggendorf führen ebenfalls regelmäßig Glaubenskurse durch, an denen Sie sicherlich in Rücksprache mit dem jeweiligen Pfarrer teilnehmen können.
 
 

 

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